Gestatten, Anton Grabinger

Typreferent für KR 17 Parilla – Anton Grabinger

Hallo Victorianer,

mein Name ist Anton Grabinger, Jahrgang 1956 und ich bin seit dem Treffen 2015 in Miehlen der neue Typreferent für die Victoria KR 17 Parilla.Ich wurde quasi von Edgar im Eilzugtempo „Dienstverpflichtet“.

Ich muß gestehen, daß dazu nicht viel Überzeugungsarbeit nötig war; denn so ein Motorrad besitze ich seit 1985.

Der tolle Parilla-Motor und das „Klasse“-Fahrwerk hatten mich seit der ersten Ausfahrt begeistert; so ergab sich eine noch immer andauernde Beziehung zur KR 17.

Im Laufe der Jahre fanden sich noch weitere Fahrwerks- sowie Motorenteile bei mir ein.

Ich kann deshalb Euch bei der Restauration mit einigen Teilen behilflich sein.

Einfach mal bei mir nachfragen.

Wer übrige Teile abgeben kann; ich nehme sie gerne.

Alls erstes habe ich mich informiert, welche Teile am meisten gesucht werden. Dies sind die Schalldämpfer und die Vergaserverkleidung sowie die Kettenhüllrohre.Nachdem ich schon einmal Schalldämpfer nachfertigen ließ, dachte ich daß das auf die Schnelle möglich sein sollte. Leider ist der damalige Spezialist mittlerweile verstorben. Nichts destotrotz läuft derzeit eine Anfrage zum Nachbau des Schalldämpfer. Bemaßung, Detailskizzen und ein zerlegter Auspuff hatte ich ja noch. Sobald die Kosten für eine kleine Serie von 10 Stück vorliegen werde ich Euch informieren.

Stoßdämpfer, vorallem vordere sind Mangelware. 2015 habe ich insgesamt 16 Stoßdampfer überholt. Einige Einzelteile sind noch übrig, bzw. weitere Teile werden gesucht um den einen oder anderen Stoßdämpfer wieder komplettieren zu können.

Zwei Tips zur KR 17 möchte ich Euch mitteilen.

Der Zylinderkopf hat einen Einlaß von 22 mm. Victoria verbaute aber nur den D´ell Orto UBF 20 (20mm Durchlaß) Wer kann, sollte einen 22er Vergaser anbauen bzw. den Originalvergaser entsprechend aufweiten.

Gebt dem Motor genügend Luft zur Kühlung. Der Originalkotflügel ist der Kühlung eher abträglich. Wies besser geht zeigte Victoria 1957 am Norisring. An  der Maschine war so ein Sportkotflügel verbaut, eng am Reifen geführt.

In diesem Sinne hoffe ich auf gute Zusammenarbeit mit Euch.

Euer

Anton Grabinger

Es ist Freytag. Es ist Flurytag IX

Nenn mich Mona oder Victoria, Barbara.Barbara ? Hier hin.

Bis nächsten Freytag. Denn dann ist wieder Flurytag.

Wir bringen an dieser Stelle jeden Freitag einen neuen Cartoon von Uli Flury. Und wie immer mehr unter: http://www.cartoon-manufaktur.com

Ihr wollt Uly eine Nachricht schicken ?

 

 

 

Gestatten, Diethard Ludley

Typreferent für Vicky III – IV Tory Avanti Super Luxus Preciosa – Diethard Ludley

Wir stellen hier regelmäßig unsere Typreferenten für die einzelnen Victoria Modelle vor.

Ich heisse Diethard Ludley und wohne in Bremen.

Geboren bin ich 1939 in Thüringen und kam mit Familie 1950 nach Brake/Unterweser. Dort sprachen die damals alle Plattdeutsch. Das war ein großes Problem und hat auch gedauert, bis das alles in meine Ohren passte!

Nach der „Penne“ 1957 lernte ich Maschinenbau und E-Technik kennen, was alles auf Schiffbau ausgelegt war. Dann folgte ein Praktikum in einer Gießerei, wo Dinge für die Marine gegossen wurden.

Es folgte ein Maschinenbaustudium und meine berufliche Arbeit begann als Konstukteur bei einer Bremer Firma, die Decksmaschinen für Öltanker herstellte. Dort begann auch meine kaufmännische Arbeit, nämlich weg vom Zeichenbrett!

Es folgte ein Wechsel ins Marketing für den Bereich „Kälte, Wärme, Schall“ und danach 25 Jahre Marketing für einen Salzburger Modellbahnhersteller.

Wie kam ich 1957 auf Victoria? Weil die VICKY III-Mopeds einfach „IN“ waren. Hatten sie ja einen starken Motor, geilen Klang und schon etwas motorradmäßiges Design.

Bei meinem Lehrlingslohn von 25 DM/Monat war die Anschaffung einer VICKY III mit einem Preis von 625 DM völlig illusorisch. Aber mein Lehrmeister, nicht ganz uneigennützig, verschaffte mir Wochenendschichten am Braker Hafen, um mir diese viele „Kohle“ zu verdienen. Konnte dann ja schnell irgendwo hinfahren, um arbeitsmäßig etwas zu erledigen. Könnte man auch mit dem Auto machen? Es gab aber nur eines. Das hatte der Chef! Und was die Betiebskosten, wie Versicherung samt Sprit anging, da war der nicht geizig!

Dabei fällt mir ein, daß er dem Altgesellen brutto 69 Pfennig/Stunde bezahlte! Das waren Zeiten!

Mit der VICKY III hatte ich nun die Anschubfinanzierung für die weiteren Victorias geschaffen.

2. Lehrjahr VICKY IV Export. 3. Selbstmörder-Avanti. 4. Super Luxus.

Dann folgten lebenswichtigere Dinge und Victoria geriet mehr und mehr in den Hintergrund. Vergessen wurden die Mopeds aber nie! So kommt es, wie es kommen muß!

1988 mit Auto an roter Ampel. Gehört hab ich es ja eindeutig, was da kommen könnte! Geglaubt aber eher nicht! Einer auf VICKY III umfährt die Ampel auf dem Fahrradweg. Ampel grün und hinterher. Nicht gefunden, aber davor auch nicht geglaubt, daß ich jemals wieder solch ein Moped sehen würde. Also auf die Jagd!

Visitenkarten (hinten) mit Stempel versehen: Suche VICKY III Preis egal!

So bekam eine schrottige 1954er VICKY III im Herbst 1988 wieder ein neues zuhause. Aber Ersatzteile zu finden und das ohne internet? Das war schwierig! Hat auch alles lange gedauert. Im April 1989 stand sie aber wiede r da und hatte ihre 2. Geburt erlebt.

Nun war die Jagd eröffnet und der Traum, alle Victorias wieder fahren zu können, könnte nun Wirklichkeit werden.

1994 konnte ich eine schwedische 1956er VICKY IV Exportversion bekommen. 1997 eine Super Luxus der 1. Serie und 1999 eine Avanti-Duo von 1960.

Inzwischen war mir die VICTORIA-IG. bekannt und mit der Super Luxus gings 2001 auf deren Achsen 150 km. zum Jahrestreffen bei Uwe Habersetzer nach Tangstedt.

War ja das absolute highlight, daß so viele Victorias dort zusammenfanden und auch gefahren werden.

Seit dem Treffen 2001 engagiere ich mich für die Belange der 50ccm Fraktion innerhalb unserer VICTORIA-IG.Motor Classics Bremen 2006. In der Kategorie „Motorräder“ bekam ich für meine Avanti Duo den 1. Preis „Spirit of the show.“ Moderator ist Andy Schwietzer von „Oldtimer Markt“.

Gloria Victoria! Diethard.

Only for Man – Victoria auf der Isle of Man – III

Freitag, 26. August – Douglas

Um 0.30 h verlassen wir das Hotel und sagen dem Mann an der Rezeption, dass wir entweder in zwei Stunden wieder zurück sind oder garnicht mehr auftauchen. Mit gemischten Gefühlen fahren wir die fünf Kilometer zum Fährterminal in Heysham. Der Terminalparkplatz hat sich schon gefüllt. Mit Jörn gehe ich an den Buchungsschalter und wir beide nehmen eine Art Blockadestellung vor dem Schalter ein, damit wir garantiert die Ersten sind, wenn die Klappe hochgeht, um die Standby-Plätze für uns anzumelden.

Das Standby-System funktioniert folgermaßen: wenn alle gebuchten Autos, Motorräder, LKWs auf der Fähre untergebracht sind wird verkündet ob und für wieviel Fahrzeuge noch Platz ist – wer dann als erster an der Reihe ist, hat gewonnen. Es gibt noch einen Plan D, den wir nicht weiter ausspinnen wollen. Was ist, wenn nur einer, zwei oder drei Busse mitkönnen und einer, zwei oder drei Busse stehen bleiben? Wer fährt in dem Fall mit und wer bleibt hier? Bull-shit, dieses Gedankenspiel bleibt erstmal in der hintersten Gehirnschublade.

Um kurz vor zwei Uhr kommen Jörn und Kai mit einem Grinsen um die Mundwinkel vom Terminalschalter: alles paletti – alle vier Busse können mit! Hurra und Hallo! Das ist die geilste Nachricht überhaupt – und der Mann an der Hotelrezeption sieht uns nicht mehr wieder.

Nachdem wir alle an Bord sind, geht es sofort an die Bar, das muss gefeiert werden!

Nach der dritten oder vierten Lage Pints habe sich die Gemüter langsam beruhigt und erste Ermüdungserscheinungen lassen die Köpfe nach vorne sinken, ein Stündchen Schlaf nach der Aufregung tut gut. Alle schlafen auf ihren Plätzen ein wo sie gerade sitzen.

Irgendwann zwischen 5 und 6 Uhr morgens ist „die“ Insel in Sicht. Wir gehen an Deck und es muss das gleiche Gefühl sein, das Robert Louis Stevenson in seinem Schatzinsel-Roman beschreibt, das die Männer der Hispaniola erleben als die Schatzinsel am Horizont auftaucht. Auf der Schatzinsel, die wir ansteuern gibt es allerdings exklusive Zweirad-Schätze und phantastische Renngeschichten zu entdecken aber keine Gold- und Silbermünzen.

Die Insel empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein an diesem herrlichen frühen Freitagmorgen und verlässt uns nicht mehr bis auf den letzten Tag – wenn das keine Wiedergutmachung ist.

Auf der Farm angekommen bekommen wir von unserer Gastgeberin Fiona ein wunderbares Breakfast serviert – jetzt kann der Tag beginnen. Schlafutensilien auf die Zimmer, Moppeds ausladen und nix wie los. Bis 11 Uhr können wir in Kirk Michael noch unseren „sign in“ für die Rally erledigen. Spätestens jetzt steigt der Adrenalin-Spiegel und der ausgefallene Schlaf ist vergessen.

Nach gerade mal 10 Kilometern haben wir es geschafft uns das erste mal auseinander zu dividieren. Bei einer Abfahrt muss wohl einer gepennt haben, das wird sich wohl die nächsten Tage noch einspielen.

Als wir das Gelände gefunden haben, hat sich die Zweiradansammlung der VMCC-Teilnehmer schon langsam aufgelöst, wir sind eben spät dran. Aber dem Glücklichen schlägt keine Stunde, das haben wir heute Nacht ja schon einmal erlebt. Welche Freude, als wir von den Organisatoren unser „Welcome Package“ bekommen: Startnummer, Programmheft vom Manx Grand Prix, Cabel-Repair-Set usw. usw – kurz eine ganze Tüte voller Material. Nachdem dieser offizielle Teil erledigt ist kommt das Wichtigste, auf das wir schon lange hinfiebern: die erste Runde auf dem 60 km-Mountain-Circuit.

Der Linksverkehr ist kein Thema mehr, alle haben sich schnell damit zurecht gefunden und wir fahren an den magischen Streckenabschnitten vorbei, die ich in Gedanken immer mal durchgehe: Sulby Straight, Ginger Hall, Parliament Square, Gooseneck, Guthries Memorial, Bungalow, Kates Cottage, Grey-ny-Baa, Signpost Corner – jeder Quadratzentimenter des Kurses, der in dieser Form seit 1911 als Rennstrecke befahren wird, hat Geschichte geschrieben. Spätestens jetzt müsste man mir das Grinsen aus dem Gesicht rausoperieren, auf dieses Erlebnis habe ich seit über einem Jahr gewartet, was für ein Spaß!

Bei einer Runde ist es dann nicht geblieben und so laufen wir alle irgendwann auf unserer Farm ein und machen das, was sich die nächsten Abende wiederholen wird. Acht Mann machen es sich in einem der Busse hinten so bequem wie möglich, zwei dürfen vorne auf richtigen Sitzen Platz nehmen und ab geht es in den Pub, den wir für den Abend ausgeguckt haben. Wir probieren verschiedene Lokalitäten aus, aber unser Abschluss-Pint trinken wir meistens im „Creek Inn“ in Peel. Großer Außenbereich, immer interessante Moppeds anzuschauen, direkt am Hafen, was will man mehr. Das Essenangebot ist gut und wiederspricht dem Vorurteil, dass es in England nichts Anständiges zu essen gibt.

Wir sind ja auch nicht in England sondern auf der Isle of Man. Die Insel ist als autonomer Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch Britisches Überseegebiet. Des Weiteren stellt sie ein gesondertes Rechtssubjekt dar und ist kein Mitglied der Europäischen Union, wird also trotz Brexit keinerlei Änderungen am Status innerhalb der EU erleben. Hier gibt es eigenes Geld, das Isle of Man Pfund, das in Great Britain nicht als Zahlungsmittel anerkannt wird, wogegen auf der IOM das Britische Pfund akzeptiert wird.

Es ist Freytag. Es ist Flurytag VIII

Das besondere an der 8, wenn sie auf den Kopf bleibt es eine 8.

Wie unser Uly, er bleibt sich treu.Selbstbewusst wie es sich gehört.

Bis nächsten Freytag. Denn dann ist wieder Flurytag.

Wir bringen an dieser Stelle jeden Freitag einen neuen Cartoon von Uli Flury. Und wie immer mehr unter: http://www.cartoon-manufaktur.com

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Victoria Treffen 2018 – Facts und Keys

Victoria – Treffen – Pfaffengrün/Treuen

3-5. August 2018

Hallo liebe Victorianer und Teilnehmer unseres 30. Treffens bei uns in Pfaffengrün im schönen Vogtland, wir als Veranstalter freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen von Mitgliedern und Freunden der Victoria Gemeinde, natürlich mit Euren fahrbaren Victoria Untersätzen. Andere Oldtimer sind natürlich auch Willkommen.

Aber schaut hier den ganzen Text.

Gloria Victoria

Euer Gert Reiher

Ich kleb Dir was

Ich zeig es Dir. Kleb Dir einen.

Und das Plakat mit allen Victoriamodellen ist ein muss für uns Victorianer.

Das beste aber zum Schluss. Das Buch !

Haben wir Euer Interesse geweckt ?

Vete(d)rama Mannheim 2017

Same procedure as every year. Wie jedes Jahr unglaublich viele Kilometer durch die Standgänge und die Halle gepilgert. Wie jedes Jahr keine Victoria-Motorradteile gefunden die man gesucht hat.

Wie jedes Jahr viel Geld für Material ausgegeben das man eigentlich nicht braucht – sowas nennt man Frustkauf. Wie jedes Jahr viele tolle Motorräder gesehen die man am liebsten gekauft hätte, aber entweder zu teuer oder sowieso keinen Platz zuhause.

Wie jedes Jahr fiebert man Wochen vorher schon auf den Veterama-Termin hin.

 

Wie jedes Jahr trifft man die gleichen alten Bekannten die genauso bekloppt sind wie wir, im Schrott rumwühlen, Preise verhandeln und sich über eine seltene Sonderschraube freuen.

 

Wie jedes Jahr ist man abends vollkommen kaputt weil der Augen-Scanner stundenlang die Kisten und das ausgelegte Material abfährt.

 

 

 

Wie jedes Jahr wird Freitagabend im Zelt mit den Dillingern, die wie jedes Jahr bei ihrem Jacky D. mit Cola sitzen, viel Blödsinn erzählt und gefachsimpelt.

 

 

 

 

Und wie jedes Jahr hat man es wieder nicht geschafft alle Standreihen abzulaufen, etwa ein Drittel bleibt ungesehen und da lagen dann wahrscheinlich genau die Brocken die man gut gebrauchen könnte.

Und wie jedes Jahr kostet der Eintritt um Freitags reinzukommen in Kombination mit dem Wohnmobilplatz ein Schweinegeld.

Und totzdem fahren wir jedes Jahr wieder hin – ohne Vete(d)drama geht es eben nicht. Es ist wohl das gleiche Gefühl das die Goldgräber haben wenn Sie auf DEN Jahresfund des einen wertvollen Nuggets warten und buddeln bis zum Abwinken.

Und wie jedes Jahr hat es wieder einen Heidenspaß gemacht und wir werden nächstes Jahr wieder hinfahren: Wetter egal, Eintrittsgeld egal, Hauptsache man ist dort gewesen.

Euer

Manni Sprenger

Und noch etwas Qualm und Lärm ? Oder PanTau ?

Es ist Freytag. Es ist Flurytag VII am Freytag den XIII

Die Glorreichen sieben oder das besondere am Freytag den 13ten.Kommt gut durch diesen 13ten und denkt dran, der 7te Flurytag hat die sieben und das ist eine Glückszahl.

Hinterlasst Uly doch mal eine Nachricht.

Bis nächsten Freytag. Denn dann ist wieder Flurytag.

Wir bringen an dieser Stelle jeden Freitag einen neuen Cartoon von Uli Flury. Und wie immer mehr unter: http://www.cartoon-manufaktur.com

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Only for Man – Victoria auf der Isle of Man – II

Mittwoch, 24. August – Rotterdam / Donnerstag, 25. August  – Hull-Heysham

Es ist endlich soweit. Zielfahrt zum Europoort Hafen in Rotterdam. Drei Busse aus Miehlen, einer aus Tangstedt sind „on the road“ und treffen sich dort am frühen Nachmittag. Große Freude, schließlich haben wir uns auf dem Victoria-Treffen in Bad Dürrheim das letzte Mal gesehen. In der Warteschleife stehen noch andere Transporter mit Motorrädern, die unverkennbar das gleiche Ziel haben wie wir.

Dinner und Breakfast gibt es reichlich, „all you can eat“, und am nächsten Morgen legen wir im Hafen von Hull an. Es regnet – auweia –soll das etwa unser Wetter für die nächsten acht Tage sein? Das Navi sagt eine Fahrzeit von 3 Stunden 20 Minuten voraus, genügend Zeit also um nochmal im Flugzeugmuseum in York vorbeizuschauen, das neben der Strecke liegt.

Dachten wir. Bis ein unbarmherziger Stau etwa 10 km vor unserem Ziel in Heysham uns komplett aus der Fassung bringt.

Über eine Stunde quälen wir uns im Stop-and-Go durch Morecamb, es gibt keine Ausweichstrecke, wir müssen da durch. Als wir endlich am Fährhafen ankommen, etwa 30 Minuten vor der offiziellen Abfahrtzeit um 15.30 h ist das Schiff weg – Einchecken war zwei Stunden vorher. Das war`s denn wohl.

Eine Nachfrage am Schalter bringt uns auf die Idee nach Liverpool zu fahren, das sind ca. 100 km, dort geht die nächste Fähre um 19 Uhr. Am Schalter in Liverpool raubt uns der nette Mann am Schalter den letzten Hoffnungsfunken: alles ausgebucht, der nächste freie Platz für einen einzigen Transporter wäre übermorgen.

Erstmal Ratlosigkeit. Plan B wäre in diesem Fall, das ganze Gepäck in einem Bus verstauen, die anderen Moppeds ausladen, die Busse parken und versuchen mit den Moppeds einen Fährplatz zu bekommen. Geht auch nicht, kein Platz für die Moppeds auf der Fähre, außerdem gibt`s in der Nähe der Fähre keinen Dauerparkplatz für die Busse. Also abgehakt.

Jetzt kommt Plan C. Wieder 100 km zurück nach Heysham und die Nachtfähre um 2 h abwarten. Der Standby-Schalter öffnet um 1 h, bis dahin haben wir noch sechs Stunden Zeit. Kai hat inzwischen ein günstiges Hotel in Morecamb gefunden, wo wir die Nacht schlafen könnten wenn das mit der Nachtfähre nichts wird. Den Frust spülen wir an der Hotelbar erstmal mit ein paar Guiness runter, einige legen sich mal für zwei Stunden aufs Ohr, die Zimmer sind ja bezahlt.