Vorstellung: Gert Reiher – Fahrräder

Ich wurde am 7.September 1951 in Treuen, im Vogtland geboren. Nach meiner Lehre als Klempner und Installateur begann ich ein Fachschulstudium und arbeitete ab 1973 als Ingenieur in einem Projektbüro für Heizung Lüftung und Sanitär. Ich bin Vater von zwei Kindern und 3 Enkeln. Schon von frühester Kindheit an, war das Fahrrad mein liebstes Fortbewegungsmittel. In der DDR hatte man auch nicht so viele Möglichkeiten von A nach B zu kommen, da ja die Eltern nicht motorisiert waren. Mein erstes Fahrrad war ein  Mifa – Rad ( Mitteldeutsche Fahrrad Werke ). Nach der Wende bekam  ich ein  Victoria Motorrad ( KR50S ). Da begann die Neugier zur Marke Victoria und ich las sehr viel darüber.  Mitte der neunziger Jahre befasste ich mich zunehmend mit den Victoria – Fahrrädern, die ja bekanntlich, immer das wichtigste Standbein der Firma Victoria waren. Das erste Rad, was ich bekam, war ein originaler Halbrenner der dreißiger Jahre.Da war die Liebe zu den Rädern da, und ich habe mich in der Fahrradszene umgesehen, und dabei viele Bekanntschaften gemacht. Angefangen vom Hochrad Nr. 79 aus dem Gründerjahr 1886,bis zum Ende 1958 und darüber hinaus, ist nun doch auch eine recht passable Sammlung entstanden. Natürlich sind auch die Kinderfahrzeuge dabei.Eine Geschichte zum Sicherheits – Niederrad ( Safety ) möchte ich hier gerne erzählen.

Ein Freund aus der Szene rief mich ganz aufgeregt an, in den Ebay Kleinanzeigen wäre ein solches Teil angeboten worden. Ich konnte es nicht glauben, weil keines bis jetzt bekannt war. Der Verkäufer, einer aus Leipzig, hatte es auf einem Trödelmarkt in Dänemark gesehen und mitgebracht. Einen Tag später habe ich es aus Leipzig geholt. Die ganzen, dabei aufgetretenen Komplikationen, möchte ich an dieser Stelle nicht schildern. Für viele andere ist es nur ein Schrotthaufen, aber für mich war es mein schönstes Erlebnis ein solches F&O Rad zu finden.Das viele Material an Rädern und Katalogen und erworbenes Fachwissen, veranlasste mich im Jahr 2012-2013, ein Buch über die Victoria Fahrradgeschichte zu schreiben.Danach wurde ich als Typenreferent für die Fahrräder in der IG eingesetzt. Zusätzlich übernahm ich dann noch den Bereich KR8 und KR9.  Mein schwierigstes und umfangreichstes Victoria-Projekt, welches sich über einen Zeitraum von zehn Jahren erstreckte, war der Nachbau der Adolf Brudes Kompressor-Rennmaschine aus dem Jahr 1925. Das Fazit ist : auch mit dem Alteisen, gehört man nicht zum alten Eisen. Ich habe das große Glück gehabt, eine junge Frau kennen zu lernen und werde mit 66 Jahren nochmal Vater. Fazit : der Nachwuchs ist gesichert!Gloria Victoria.

Euer Gert Reiher.

  1. August 2017